
Im Rahmen unserer Projektarbeiten an der FHAM Hochschule für angewandtes Management in Erding im Studium Wirtschaftspsychologie haben wir in den letzten Semester diesen Wissens-Blog ins Leben gerufen. Mit diesem Blog möchte ich gemeinsam mit meinen Studentinnen und Studenten der Wirtschaftspsychologie und Profis aus der jeweiligen Branche, innovative Themen aus Marketing und Kommunikation diskutieren und einem breitem Publikum vorstellen.
Wer hätte vor 20 Jahren noch gedacht, dass der ökologische Gedanke nicht nur Partei Mitglieder der Grünen bewegt. Sogar die Werbung vieler unserer Konsumgüter konzentriert sich heute auf den Umweltgedanken. „Tue gutes uns sprich darüber“. Der Philip Morris Gründer George Weissmann sprach einst diesen Satz aus, den man heute noch von vielen Unternehmern und Führungskräften hört. Es ist schick Schulen, die sich in sozial schwachen Brennpunkten befinden, mit kostenlosem Schulfrühstück zu unterstützen oder Sportsponsoring und Jugendförderung zu betreiben. Sponsoring zu betreiben ist heute auch immer noch sehr bedeutend für das Image eines Unternehmens. Doch das ist nicht mehr die einzige Möglichkeit „gutes“ zu tun. Die neue Zielgruppe die sich aufgetan hat in den letzen Jahren heißt: Lohas (Lifestyle of Health and Substainability) und diese gilt es auch zu bedienen.
Der Umweltgedanke beschäftigt nicht nur diejenigen die mit dem Fahrrad fahren und im Bioladen einkaufende oder die Menschen vor Atomkraftwerken demonstriert und deren Frauen sich die Haare höchstens mit Henna färben.
Heute interessiert sich der Großteil der Gesellschaft für Umwelt und der ökologische Aspekt eines Produktes ist sehr oft auch ein Kaufkriterium. Deshalb wird auch die Werbung immer „grüner“.
Definition und Historie
Mittlerweile gibt es unendlich viele Bücher über Lohas (Lifestyle of Health and Substainability) und den neuen ökologischen Lebensstil. Auch Zeitschriften wie beispielsweise „GreenFamily- das grüne Lifestylemagazin für Familien“ beschäftigen sich mit dem ökologischen Gedanken. Eine neue Zielgruppe ist schlagartig hervorgekommen und wird vom Markt aufgenommen. In wie weit das von Dauer ist, kann man heute noch nicht sagen. Dennoch werden es immer mehr Menschen die beim Kauf eines Produktes auch auf den Aspekt Umwelt achten.
„Moderne Menschen wollen sich heute in verschiedene Lebensstile und Atmosphären einklinken und diese auch flexibel wieder verlassen können“
So der Vorsitzende der Adam Opel AG Carl-Peter Forster.
Die Lohas sind sowohl als auch. Für sie trifft nicht zu, dass sie nur die Natur und Umwelt lieben, sie sind auch Technik affin und legen Wert auf Genuss. 2011 findet der 3. Heldenmarkt, eine Messe für nachhaltigen Konsum statt. Ziel der Messe ist es, vor allem jungen Unternehmern mit „grünen Ideen“ und innovativen Produkten eine Plattform zu geben und so den bewussten Konsumenten die Vielfalt an Möglichkeiten nachhaltigen Handelns im Alltag aufzuzeigen. Dabei werden für die Zulassung als Aussteller strenge Kriterien angewendet.“ So heißt es auf der Facebook Seite. (http://www.a-lohas.de/blog/heldenmarkt-messe-fuer-nachhaltigen-konsum-am-26-27-maerz-2011-in-berlin/)
„Der Heldemarkt lädt ein zu entdecken, wie sich verantwortungsvoller Konsum, Genuss und Freude an ästhetischer und technischer Kreativität im Alltag verbinden lassen“ (http://www.heldenmarkt.de/)
„Grüne Produkte werden häufig zu höheren Preisen angeboten, die auf höhere Kosten wegen Investitionen im Umweltschutz und der Entwicklung von neuen umweltfreundlichen Produkten zurückzuführen sind. Auch haben Unternehmen bemerkt, dass Verbraucher bereit sind, Preisprämien für grüne Produkte zu bezahlen.“
(http://magazin.unternehmerweb.at/index.php/2009/09/24/green-marketing-als-wettbewerbsvorteil-%E2%80%93-positionierung-mit-engagement/)
Wie kommt es dazu dass Menschen mehr Geld für dasselbe bzw. für ein sehr ähnliches Produkt ausgeben?
„Marketing ist mehr, als nur ein gutes Produkt zu entwickeln, ihm einen attraktiven Preis zu geben und es der Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Unternehmen müssen die angebotene Leistung auch kommunizieren.” Ein wahres Wort, das Herr Kotler hier gesprochen hat- doch wenn es um Green Marketing geht, ist das noch lange nicht genug.“ so heißt es weiter auf einer Internetseite. (http://magazin.unternehmerweb.at/index.php/2009/09/24/green-marketing-als-wettbewerbsvorteil-%E2%80%93-positionierung-mit-engagement/)
Nachhaltigkeit und das Thema Umwelt gewinnen beim Verbraucher und in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die Proteste gegen Stuttgart 21 oder die Proteste gegen die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke zeigen deutlich den Einsatz der Menschen. Auch die Biolebensmittel gewinnen immer mehr Fans. (vgl. http://www.die-wecker.de/unternehmen-entdecken-das-gruene-marketing)
„Laut aid.de kaufen inzwischen bereits knapp drei Viertel aller Verbraucher zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel.“ (http://www.die-wecker.de/unternehmen-entdecken-das-gruene-marketing)