Acoustic Brandings, M. Kronseder

Autor:

Ich heiße Maximilian Kronseder und studiere seit 2008 im Fachbereich Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt “Markt- und Werbepsychologie” an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding.
Ich arbeite als Mediaberater in der Marketingabteilung von Radio Hitwelle (www.hitwelle.de), dem Lokalsender für die Landkreise Ebersberg, Erding, Freising und Münchener Nordosten.
Darüber hinaus bin ich als Musiker (www.elcorazon-music.com) und Songwriter im eigenen Tonstudio tätig.

Thema:

Ich möchte in unserem Wissensblog das Thema “Acoustic Branding” und seine Bedeutung und Wirkung als Marketing-Instrument umfangreich vorstellen.
Akustische Markenführung ist meiner Meinung nach ein essentieller Bestandteil der Corporate Identity, der in seiner Werbewirkung und als strategisches Instrument für positiven Imagetransfer noch oft unterschätzt wird. Einige Unternehmen haben unsere Ohren aber bereits mit ihrem akustischen Logo oder Werbesong erobert und Ihr Image dadurch positiv geprägt.

Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!

Definition

Acoustic Branding
(= Sound Branding/Audio Branding/Corporate Sound; deutsch: Akustische Markenführung)
ist ein strukturierter Prozess, in dem „das Auditive“ ein Teil der Marke und ihrer Markenidentität wird. Es ist wie das Corporate Design als Element der Corporate Identity zu verstehen.

Acoustic Branding umfasst alle akustischen Werbemaßnahmen in Verbindung mit einer Marke, die das Ziel haben, das eigene Angebot aus der Masse gleichartiger Angebote hervorzuheben, um eine eindeutige Zuordnung von Angeboten zu einer bestimmten Marke zu fördern. Ziel ist es eine emotionale Bindung an ein Unternehmen bzw. ein Produkt aufzubauen. Zudem kann damit das Image tiefer im Bewusstsein der Verbraucher verankert werden als mit herkömmlichen Werbemitteln. Damit trägt diese Art der Markenführung zur Wiedererkennung bei.

Zu den wichtigsten akustischen Markenelementen zählen:

  • Jingle
  • Begriffseigener Klang
  • Produkteigener Klang
  • Interaktiver Klang (Sound Object)
  • Markenlied (Corporate Song, Brand Song)
  • Sound Logo (Audio Logo, Acoustic Logo)

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Akustische_Markenführung

Erfolgsbeispiele in der akustischen Markenwelt

Wer kennt diese Markenlieder nicht?

McDonalds – “Einfach gut…” in den 90er Jahren:
http://www.youtube.com/watch?v=G5RFYp-OTLQ

Erdinger Weißbier – “Des is hoid a Pracht…” seit den 70er Jahren:
(Bitte auf der ersten Seite bleiben, um das Audio-File zu hören)
http://www.erdinger.de/

Therme Erding – “Urlaub in der…” seit 2009 live:
(Komposition und Produktion des Autors zusammen mit Sebastian Kronseder;)
http://www.therme-erding.tv/?v=a48D52awvGY

Wer kennt diese Sound-Logos nicht?
Sound Branding Examples
u.a. mit Sound Logos der Deutsche Telekom, Intel, Lufthansa

Akustische Markenführung lässt die Wirtschaft aufhorchen

Key Facts aus einer Umfrage zur akustischen Markenführung unter den DAX-30 Unternehmen, die von der AudioConsultingGroup im Jahre 2007 durchgeführt wurde:

  • 75,1% verbinden mit der akustischen Markenführung ein hohes Erfolgspotential für ihre Marke.
  • Bereits bei 37,5% der befragten Unternehmen verstärkt die akustische Markenkomponente das Markenimage.
  • Mit akustischen Marken klingt die Zukunft besser. Dieser Meinung sind über ein Drittel der Befragten und planen, ihre Marke akustisch zu ergänzen.
  • Über die Hälfte aller Befragten wünscht sich, dass sich die Marktforschung näher mit dem Thema beschäftigt und Tools zur Wirkungsmessung akustischer Markenelemente entwickelt
  • Weitere Details zur Umfrage finden Sie hier:
    http://www.acoustic-branding.com/level9_cms/download_user/acg_Dax-30.pdf

Der Acoustic-Branding-Prozess

Der Entstehungsprozess einer akustischen Identität enthält drei wesentliche Elemente: Listen, Inspire und Orchestrate.

Im Fokus steht dabei die Marke. Im ersten Prozessschritt (Listen) ist ein umfassendes Verständnis der Marke, der Zielgruppen und der besonderen Aufgaben, welche akustische Elemente in der Kommunikation übernehmen sollen, zentral. Mit Hilfe spezialisierter Marktforschung und eines umfassenden Audits werden die emotionalen und assoziativen Aspekte der Marke analysiert. Dies ermöglicht es, die Markenpositionierung klanglich zu definieren und gezielt Potenziale für die Marke zu nutzen.

Im zweiten Prozessschritt (Inspire) wird mit speziell hierfür entwickelten Tools die akustische Markenpositionierung in ein genaues Briefing für die Kreativ- Entwicklung übersetzt. Dieses wird danach durch Komponisten und Klanggestalter musikalisch umgesetzt. Darüber hinaus werden in diesem Schritt auch neue innovative Einsatzmöglichkeiten der akustischen Identität in der gesamten Markenkommunikation entwickelt.

Die Implementierung der akustischen Elemente (Orchestrate) bildet den Abschluss eines Acoustic-Branding-Prozesses. Schulungen der Mitarbeiter für den Umgang mit der akustischen Identität sind gerade in großen Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Guidelines helfen ebenfalls im Umgang mit der akustischen Identität – die Marke klingt.

Quelle:
http://www.die-bank.de/it-und-kommunikation/der-klang-der-bank

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