Gendermarketing Mann, A. Steiger

Hallo,

Mein Name ist Andi Steiger. Ich studiere an der FH Erding Wirschaftspsychologie im 6ten Semester des Diplomstudiengangs. Ich konezntriere mich zunächst auf den Schwerpunkt Markt- und Werbepsychologie und nehme ab kommenden Semester im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie teil.

Aktuell vertreibe ich mir meine Zeit mit Minijobs und werde ab Herbst für die FJR Werbeagentur in München arbeiten.

Viele Kurse meines Schwerpunktes waren sehr Interessant, deshalb hab iche micht entschlossen hier in der kommenden Zeit das Thema Gendermarketing für Männer näher beschreiben.

Gendermarketing

1. Einführung

Das Marketingkonzept des Gender Marketing ist ein Trend aus den USA und hat sich aus der Tradition des Gender Mainstreaming entwickelt, das die Sensibilität für geschlechterspezifische Unterschiede stärken will.
Gender Marketing berücksichtigt daher die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse von Männern und Frauen in der Kommunikation. Diese Unterschiede ergeben sich beispielsweise aus typischen Lebensentwürfen und -strukturen, dem gesellschaftlichen Rollenverständnis, aber auch ganz konkret aus unterschiedlichem Konsum- und Kaufverhalten.

2. Definition

Gender: Gender ist die Bezeichnung für das soziale Geschlecht und die Geschlechterkultur, die sich vom biologischen Geschlecht “sex” grundlegend unterscheiden.

Bevor diese Differenzierung möglich wurde, bildeten festgeschriebene Normen das gesellschaftliche und kulturelle Korsett, in dem Männer und Frauen ihr Leben zu leben hatten, da gab es keine Wahl. Abweichungen vonder geschlechtlichen Norm, biologisch oder im Verhalten, wurden gesellschaftlich sanktioniert. So wie männlich und weiblich als Gegensätze galten, wurden diesen beiden Polen auch Eigenschaften zugeordnet, die sich diametral gegenüberstanden – ein Bild, das durch Gender – Definotionen Risse bekommt.

Gender-Marketing: Gender Marketing bezieht sowohl die biologischen Voraussetzungen als auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein. Es berücksichtigt wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung und der Soziobiologie ebenso, wie den Gesellschaftswandel und die damit verbundene Veränderung der Geschlechterrollen. Der gesellschaftliche Aspekt wird deswegen berücksichtigt, weil daraus die Veränderungen und manchmal abrupten Richtungswechsel in Märkten resultieren. Somit haben wir es quasi mit Konstanten (evolutionäre Prägung) und Variablen (Gesellschaft) zu tun.

3. Gendermarketing allgemein

Gendermarketing beschreibt ein Konzept, das die verschiedenen Bedürfnisse von Männern und Frauen bei der Produktentwicklung, dem Vertrieb und vor allem im Marketing berücksichtigen soll. Dieser Begriff ist sprachlich eng verwandt mit der politischen Ideologie des Gender Mainstreaming, denn beide Theorien gehen von dem selben Grundsatz aus. Den verschiedenen Bedürnissen und Lebenssituationen von Männern und Frauen. Dies spiegelt sich auch in manchen Produkten wieder, die grundsätzlich das Selbe sind die aber in einer Männer- und einer Frauenvariante existieren. Ein Beispiel hierfür wäre CocaCola Light das eher auf Frauen zielt und CocaCola Zero, das eher für männer entwickelt wurde.

Light: mit hellem, glitzerndem Etikett und Schreibschrift

Zero: mit dunklem, maskulinem Etikett und Druckschrift

4.Einsatz von Gendermarketing bei Männern zur Zeit

Gendermarketing für Männer wird derzeit bei Softdrinks (Coke Zero wie beschrieben), bei Parfum (Axe, später mehr) oder bei alkoholischen Getränken (Barcadi, Batida de Coco). Diese Marketingform wird meistens in Fernsehwerbespots und in Zeitschriften benutzt. Dabei wird vornemlich mit erotischen Reizen gearbeitet.

5.Erfolgsbeispiel für Gendermarketing bei Männern (Axe)

Ziel: Axe will Männer dazu bewegen, ihre Bodysprays und Duschgels bei der Körperpflege zu benutzen.

Werbebotschaft: Die Benutzung der Axe Produkte soll besonders anziehend auf Frauen wirken, so dass der Mann unwiderstehlich wird und von hübschen Frauen begehrt und verfolgt. Außerdem wird eine 24 stündige Garantie gegen Schweiß- und Geruchsbildung versprochen.

Z.B.: AXE Dark Temptation

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Zielgruppe: Als Zielgruppe werden Männer im Alter zwischen 12 und 29 Jahren angesprochen. Da viele Männer dieser Altersgruppe Probleme haben Kontakte zum anderen Geschlecht zu knüpfen, ist es für sie besonders reizvoll diese Produkte zu benutzen.

6.Involvement-Situation von Gendermarketing für Männer

Unter Involvement kann man die sogenannte Ich-Beteiligung, das gedankliche Engagement und die damit verbundene Aktivierung, mit der sich jemand einer Sache oder Aktivität, z.B. einem Kauf zuwendet. Je nachdem wie involviert eine Person ist desto mehr oder weniger sucht sie  aktiv nach Informationen zum geplanten Kauf und beschäftigt sich mehr oder weniger intensiv mit der Infomationsverarbeitung.

Ob der Kauf eines Produkts für einen Käufer mit hohem oder niedrigen Involvement verbunden ist, hängt vom Kaufrisiko ab, das der Käufer subjektiv wahrnimmt. High Involvement Produkte sind für den Kunden in irgendeiner Weise wichtig, z.B. weil sie etwas mit seiner Perönlichkeit zu tun haben und zum Erscheinungsbild der Person beitragen.

Low Involvement Produkte sind hingegen Lebensmittel, Waschmittel usw. Produkte, bei denen der Käufer ein geringes Risiko eingeht.

Im Gendermarketing für Männer will man mit viel Sexappeal die Aufmerksamkeit der Männer auf das beworbene Produkt lenken.

Beim Kontakt mit dem Werbemittel ist beim Kunden zunächst von eimem Low Involvement auszugehen, da man beim Anblick eines solchen Werbeplakates zuerst die attraktive Frau ins Auge sticht und der Kauf des Produktes kein hohes Risiko darstellt. Wird beim Mann der Wunsch ausgelöst, solche Frauen anziehen zu wollen, wird er die Artikel benutzen. Wenn der Artikel jedoch durch häufige Benutzung zum Wohlbefinden des Benutzers beiträgt, dann ist es ein High-Involvement. Das Gendermarketing für Männer erfüllt eher die Kriterien für das High-Involvement, da das Werbeziel überzeugen will, häufig Argumente für die Benutzung liefert und es wenigen Wiederholungen bedarf, bis ein Produkt aktzeptiert wird.

7.Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (SWOT Analyse) des Werbemittels

Als nächstes soll das Gendermarketing für Männer einer SWOT-Analyse unterzogen werden, um die Stärken, die Schwächen, die Chancen und die Risiken dieses Werbemittels . Die SWOT-Analyse (S-Strengths – Stärken, W-Weaknesses – Schwächen, O-Opportunities – Chancen, T-Threats – Risiken) ist ursprünglich ein Instrument des strategischen Managements und dient dazu, aus den Stärken und Schwächen einer Organisation (interne Sicht) und den Chancen und Risiken der Umwelt (externe Sicht) geeignete strategische Lösungsalternativen für die Erreichung der Ziele der Organisation abzuleiten.

Stärken Schwächen
Chancen Direkte Ansprache der Zielgruppe Männer, durch Identifikation mit dem Produkt Wenn ein Artikel bei Männern gut läuft, wird häufig ein ähnliches Werbemittel bei Frauen eingesetzt
Risiken wegen Konzentration auf die spezielle Gruppe Verluste anderer Zielgruppen Andere Zielgruppen könnten sich diskriminiert fühlen (Frauen)

8. Zukünftige Entwicklung von Gendermarketing

Wie der erste internationale Gendermarketing Kongress, der 2006 von der Beratungs- und Marktforschungsunternehmen FrischCo. in Berlin initiiert und ausgerichtet wurde, gezeigt hat, interessieren sich immer mehr Firmen für das Geschlechtsspezifische Marketing. Gender ist eine der wichtigsten Kategorien im Diversity Management: Ohne Gender geht nichts, Gender allein ist jedoch zu wenig. Um Männer und Frauen angemessen , d.h. individualisiert und nicht stereotyp anzusprechen, müssen weitere Identitätsmerkmale wie Herkunft, Alter, Nationalität, sexuelle Orientierung oder Religion ebenfalls berücksichtigt werden. Ob als Kunde, Lieferant, Mitarbeiter, Führungskraft oder Marktteilnehmer, die erfolgreiche Ansprache ist die, die sich an den realen Menschen orientiert, nicht an Idealbildern (Stereotypen), eine Erkenntnis, die die Ansprache von Kunden im Markt in ein ganz neues Licht rückt. Die Forschung erkennt, die Wirtschaft bestätigt es: die Beschränkung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner in der Marktkommunikation reicht nicht mehr aus, auch Werbebranche und Medien stehen derzeit vor einem Umbruch. Durch einen gezielten Genderblick, können Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Marketing sichtbarer gemacht werden und neue Märkte erschlossen werden. Diese Erkenntnis verdeutlicht das hohe Innovationspotential von Gendermarketing einhergehend mit weitreichendem Handlungsbedarf, Kommunikation und Vertrieb.

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