Der Hybrid-Brief
Die Deutsche Post hat was Neues!
Der Hybrid-Brief ist ein online eingesandter Standardbrief ,der dann vom Postboten persönlich zugestellt wird.
Wie das funktioniert ist eigentlich relativ simpel. Die Teilnehmer, die sich vorab per Personalausweis registriert haben, loggen sich ganz einfach in das Online-Briefportal ein und schicken der Post ihren Online-Brief z.B als PDF. Ganz so einfach wird es dann natürlich doch nicht sein, denn der Brief muss natürlich datengeschützt sein, d.h. der Benutzer muss vermutlich ein aufwendiges Identifizierungsverfahren durchlaufen, welches bestimmt mit Pins und Tans ausgestattet ist. Wenn der Brief dann verfasst ist, druckt die Post diese Version aus, kuvertiert das Dokument und übergibt es an den Postboten. Warum dann nicht gleich per E-mail senden? Viele Dokumente dürfen aus rechtlicher Sicht nicht per E-mail geschickt werden. Bestimmte Rechnungen, Verträge und wichtige Dokumente. Doch wer soll diese Hybridvariante nutzen? Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sowie Banken, Behörden oder Versicherungen sollen anhand dieser Variante Kosten einsparen können. Zuerst einmal soll der Standartbrief dann keine 55 Cent mehr kosten, sondern nur noch 43 cent. Ein Kompaktbrief soll statt 90 Cent nur noch 73 Cent kosten und ein Großbrief 1,19 Euro gegenüber 1,45Euro.
Starten soll die Hybrid-Version im Frühjahr. Sobald die Netzagentur über den Preisantrag der Post entschieden hat, kann es losgehen.
Autor
Mein Name ist Carla Dietl, ich bin 25 Jahre alt und ich komme aus München. Ich studiere Wirtschaftspsychologie an der Fh Erding mit dem Schwerpunkt Werbe und Marktpsychologie. Ich nehme an diesem Blogprojekt teil und werde den Blog mit Informationen rund um das Thema Hybrid-Brief füttern
Der Hybrid-Brief
Die Deutsche Post hat was Neues!
Der Hybrid-Brief ist ein online eingesandter Standardbrief ,der dann vom Postboten persönlich zugestellt wird.
Wie das funktioniert ist eigentlich relativ simpel. Die Teilnehmer, die sich vorab per Personalausweis registriert haben, loggen sich ganz einfach in das Online-Briefportal ein und schicken der Post ihren Online-Brief z.B als PDF. Ganz so einfach wird es dann natürlich doch nicht sein, denn der Brief muss natürlich datengeschützt sein, d.h. der Benutzer muss vermutlich ein aufwendiges Identifizierungsverfahren durchlaufen, welches bestimmt mit Pins und Tans ausgestattet ist. Wenn der Brief dann verfasst ist, druckt die Post diese Version aus, kuvertiert das Dokument und übergibt es an den Postboten. Warum dann nicht gleich per E-mail senden? Viele Dokumente dürfen aus rechtlicher Sicht nicht per E-mail geschickt werden. Bestimmte Rechnungen, Verträge und wichtige Dokumente. Doch wer soll diese Hybridvariante nutzen? Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sowie Banken, Behörden oder Versicherungen sollen anhand dieser Variante Kosten einsparen können. Zuerst einmal soll der Standartbrief dann keine 55 Cent mehr kosten, sondern nur noch 43 cent. Ein Kompaktbrief soll statt 90 Cent nur noch 73 Cent kosten und ein Großbrief 1,19 Euro gegenüber 1,45Euro.
Starten soll die Hybrid-Version im Frühjahr. Sobald die Netzagentur über den Preisantrag der Post entschieden hat, kann es losgehen.
Relevanz des Themas
Der Internet- Brief ist ein absolut relevantes Thema ,denn er verspricht dem Kunden eine kostengünstiger Variante gegenüber dem normalen Brief.
Da Emails bis jetzt nicht wirklich verbindlich und vertraulich sind ,und der Absender nicht eindeutig identifizierbar ist, überträgt die deutsche Post die Werte des klassischen Briefes in die elektronische Welt. Vor allem bei der regulären Email gibt es Probleme mit Spam-mails und auch Viren. Diese Gefahren soll die deutsche Post mit dem Internet- Brief verhindern da das System absolut sicher ist. Da 70% aller versendeten Emails bis dato Spam-mails sind, kann der Nutzer des Internet Briefs sicher sein, dass das hier nicht der Fall ist. Auch der Gefahr, dass wichtige Dokumente verloren gehen, hat die deutsche Post mit einem Dokumentensafe entgegengewirkt. In diesem Dokumentensafe werden automatisch alle Briefe und Dokumente archiviert.
Vor allem in der aktuellen wirtschaftlichen Lage werden solche neuen Maßnahmen vom Kunden gerne gesehen.
Wenn dann auch noch das weltweit größte Post- und Logistikunternehmen so eine Innovation auf den Markt bringt, dauert es nicht lange, bis Kritiker sich zu Wort melden.
Ist das neue Verfahren denn überhaupt sicher? Das dauert doch viel zu lange so eine Sendung vorzubreiten! Da werden doch bestimmt Arbeitsplätze abgebaut!
Eins ist auf jeden Fall klar: Sicher wird der Internet Brief definitiv sein ,denn dank modernster Verschlüsselungstechnologien können Dritte nicht in die Briefe einsehen oder den Inhalt sogar verändern und auch Kunden ,die sich noch nicht registriert haben, bekommen die Briefe -nur nicht per Email sondern, ganz altmodisch, vom Postboten.
Praxisbeispiele zur Veranschaulichung und Erklärung
Nachdem wir nun schon einige Informationen zu dem Hybrid- Brief haben, wäre es natürlich gut, wenn wir wüssten, wie das eigentlich funktioniert.
Man stelle sich nun also folgende Situation vor:
Ich- die Studentin Carla Dietl der FH Erding möchte einen Brief an meine Oma verschicken. Da ich aber weder Briefumschlag noch Briefmarke zuhause habe, und noch dazu nicht das Haus verlassen möchte, entscheide ich mich für den Hybrid- Brief.
Ich registriere mich also bei der Deutschen Post in einem Post-Ident Verfahren , fülle ein Online- Formular aus und gebe die Adresse meiner Oma ein, und schon am nächsten Tag geht der Brief raus. Ich spare mir also die Kosten für Papier, Umschlag und Stift und der Brief ist noch dazu billiger als jede normale Postkarte- zumindest wird das bis jetzt noch von der Deutschen Post versprochen. Klingt ja ganz nett, aber da meine Oma sich vor allem über einen persönlich geschriebenen Brief mit einem Foto von mir freut, ist in diesem Fall der Hybrid- Brief nicht ganz ideal aber es wäre eine Variante.
Ein weiteres Beispiel: Die Gemeinde Gräfelfing möchte die Bürger über die anstehende Bürgermeisterwahl informieren ,und da das bei 8000 Haushalten sehr teuer und auch aufwendig ist, entscheidet der Bürgermeister den Brief als neuen Hybrid- Brief zu verschicken. Da natürlich alle Adressen beim ersten Mal einzeln eingegeben werden müssen, ist diese Prozedur sehr zeitaufwendig aber sobald diese erstmal im System gespeichert sind, spart die Hybrid-Variante auf jeden Fall Zeit. Ob die Hybrid- Variante auch Kosten spart, ist bis jetzt noch nicht ganz klar, denn die Deutsche Post muss den Preis erstmal von der Bundesnetzagentur absegnen lassen und bis dies nicht passiert ist, steht der Preis noch nicht endgültig fest. Die Hybrid- Variante kommt also für die Gemeinde Gräfelfing nur dann in Frage, wenn sie günstiger als eine Wurfsendung ist. Kosten einer Wurfsendung bei ca. 8000 Haushalten sind derzeit ungefähr 600 Euro. Die Hybrid- Variante würde aber bei ca. 3700 Euro liegen. ( 46 Cent pro Brief) Also auch hier ist die Hybrid-Variante nicht ideal. Was aber ein ganz wichtiger Vorteil ist- ein Brief bekommt meistens noch eher eine Chance als eine Wurfsendung denn der Brief wird meistens geöffnet, und wer einen Brief schon geöffnet hat, der liest sich den Inhalt meistens wenigstens einmal kurz durch.
Für wen der Hybrid-Brief aber ganz bestimmt interessant wird, sind Versicherungen, Banken und Behörden ,denn da die Post angekündigt hat, dass dieses Verfahren absolut sicher ist, können sie mit der Hybrid-Variante Lohnabrechnungen, Verträge und wichtige Dokumente kostengünstiger verschicken. Angeblich müssen die Dokumente einfach online eingefügt werden, und werden dann von der Post ausgedruckt oder landen eben in dem Online Briefkasten. Was die deutsche Post auf der Cebit noch bekannt gegeben hat, ist die Pay by Click Bezahlfunktion.
Die Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen (Lotto Hessen) geht sogar soweit, dass ab dem Sommer Spielaufträge über das Portal der deutschen Post angenommen werden. So können registrierte Spieler per Computer Lotto spielen. Der Lottoschein wird dann per Online Brief an Lotto Hessen geschickt
Werbeziel Hybrider-Brief der Deutschen Post AG
Hybrider-Brief
Werbeziel
Das Werbeziel ist der Zustand der mit Werbemaßnahmen erreicht werden will. Mögliche Werbeziele sind z.b Produktbekanntmachung, Erhöhung des Bekanntheitsgrades, Steigerung des Vertrauens, Ausbau einer Positionierung
Zuerst einmal möchte die Deutsche Post AG natürlich den Hybrid- Brief bekanntmachen. Da zu der Zielgruppe des Hybrid- Briefs vor allem klein- und mittelständische Unternehmen zählen, wird die Deutsche Post AG sich vor allem auf diese Kunden konzentrieren. Diese Zielgruppe ist am besten im Internet zu erreichen, und da das Internet auch ein wichtiger Teil des Hybrid-Briefs ist, denke ich, dass Email und Bannerwerbung aber auch Pop-Ups sich für die Bekanntmachung eignen würden.
Die Deutsche Post ist eines der größten deutschen Unternehmen ,und somit muss sie nicht mehr in die Erhöhung des Bekanntheitsgrades investieren, sondern mehr in die Erhaltung der Positionierung.
Da es sich mittlerweile zahlreiche Alternativen, wie zum Beispiel Hermes mit 14.000 Paketshops, zur Deutschen Post AG bieten, muss die Deutsche Post ihre Kunden halten und ihnen auch neue Innovationen bieten.
Der deutsche Briefmarkt ist mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro ein attraktives Betätigungsfeld , es bietet sich natürlich an, daran anzuknüpfen und das versucht die Deutsche Post AG mit dem Hybrid- Brief. Wie man aber schon an den zahlreichen Diskussionen in verschiedensten Blogs sieht, ist die Anwendung des Hybrid-Briefs dem Kunden bisher unklar. Es sollte also auch ein wichtiges Werbeziel sein, dem Kunden das Produkt näher zu bringen und ihm die Vorteile zu zeigen sowie aber auch somit das Vertrauen zum Unternehmen weiter zu steigern.
Wahrnehmungssituation der Werbezielgruppe
Da die deutsche Post AG natürlich will, dass der Hybride Brief ein voller Erfolg wird, sollte die deutche Post AG das Werbemittel so einsetzen, dass das Aufmerksamkeitsfenster der Werbezielgruppe ganz offen ist.
Am POS
Wann wäre das Aufmerksamkeitsfenster z. B ganz offen?
Man stelle sich nun folgende Situation vor: Ein Kunde der deutschen Post AG möchte einen Brief verschicken und geht auf eine Postfiliale. Er betritt den Shop und vor ihm steht eine lange Schlange. Er ist total genervt, und würde eigentlich am liebsten wieder gehen, doch der Brief muss heute noch raus, weil er ein wichtiges Dokument für die Bank enthält. Der Kunde steht also in der Schlange und wartet bis er endlich dran ist. In dieser Zeit schaut er sich ein wenig um, und sein Blick fällt auf ein großes Display auf dem gerade der Spruch läuft „ Das Warten hat ein Ende! – wichtige Dokumente endlich sicher von zuhause verschicken mit dem Hybriden- Brief“. Der wartende Kunde ließt also diese Anzeige und in diesem Moment wird sein Aufmerksamkeitsfenster ganz offen sein, denn der Hybride- Brief würde genau, just in diesem Moment, sein Leben absolut verbessern. Er bleibt also weiter an dem Bildschirm hängen und erfährt noch dazu, dass dieser Online- Brief auch noch günstiger ist, als der, den er jetzt mühseelig zur Post getragen hat.Er hätte nichtmal das Haus verlassen müssen. Idealerweise wird sich der Kunde, wenn er nun endlich dran ist, bei der Mitarbeiterin an der Kasse über diesen Brief informieren. Sie drückt ihm eine Info Brochure in die Hand und erklärt ihm kurz die Anwendung. Wie lange nun diese Informationen haften bleiben, ist fraglich, aber sobald der Kunde wieder in derselben Situation ist, wird er sich an den Hybrid- Brief erinnern.
Wann ist das Aufmerksamkeitsfenster einen Spalt weit offen?
Einen Spalt weit offen bedeutet, dass der Kunde die Werbung schon wahrnimmt, aber nur ein wenig. Der Kunde sitzt vor dem Fernseher und lässt sich berieseln. Zwischendurch läuft Werbung und er schaut sie zwar an, nimmt diese aber eben nur eingeschränkt war. In meinem Beispiel wäre dass z.B der Fall, wenn der Kunde in die Post geht und niemand ansteht. Die Mitarbeiterin drückt ihm auch hier die Infobrochure in die Hand, doch er liest sie sich gegebenenfalls nur kurz durch und wirft sie danach weg. Der Hybride Brief ist ihm also ein Begriff und er weiß womöglich auch ,dass es irgendetwas mit dem Internet zutun hat, aber mehr auch nicht.
Wann ist das Aufmerksamkeitsfenster ganz geschlossen?
Das Aufmerksamkeitsfenster ist ganz geschlossen, wenn der Kunde das Werbemitte überhaupt nicht wahrnimmt. Er sieht die Werbung womöglich nicht mal. Das wäre z.b der Fall wenn der Kunde die Postfiliale betritt, seinen Brief abgibt, und die Infobrochure neben der Kasse liegt aber die Mitarbeiterin ihn nicht darauf aufmerksam macht. Während er auf das Wechselgeld wartet, schaut er sich möglicherweise kurz um und streift die Brochure mit seinem Blick, aber sobald er das Geld in der Hand hat, verlässt er die Filiale und den Begriff „Hybrider Brief“ hat er nie gehört.
Mein Vorschlag für den POS wäre es, digitale Beschilderung ( Digital Signage) in den Shops einzusetzen und Infobrochuren an die Kunden weiterzugeben. Möglicherweise wären Informationsstände in den Shops sinnvoll, wenn die Mitarbeiter den Kunden den neuen Hybrid- Brief vorstellen und Anwendungsbeispiele zeigen würde
Die Netzagentur genehmigt 46 Cent für den Hybrid-Brief
Die deutsche Post AG ist ihrer Idee, einen Online-Brief auf den Markt zu bringen, einen Schritt näher. Die Bundesnetzagentur hat am 23.3.2010 den Online-Brief für 46 Cent genehmigt. Wie viel der Online-Brief aber letztendlich kosten wird, ist nicht sicher denn die 46 Cent beinhalten lediglich die Beförderungs- und Zustellkosten. Was der Brief aber kostet, wenn er gedruckt und im Briefumschlag ist, ist noch nicht bekannt aber dieser Service wird bestimmt auch noch ein paar Cent kosten. Dennoch wird sich die deutsche Post darum bemühen, dass der Online-Brief günstiger als der normale Brief sein wird.
Die deutsche Post AG will den Onlinebrief Mitte des Jahres einführen und derzeit testet sie den Online-Brief innerhalb ihres Unternehmens.Die deutsche Post AG wird auf der Cebit in Hannover( 2-6 März 2010) ihre Kooperationspartner bekannt geben. Ziemlich sicher ist aber schon jetzt, dass die Telekom nicht dazugehören wird, weil diese nämlich angeblich mit De-Mail ein ähnliches Projekt verfolgt.
Das Pilotprojekt De-Mail
Das Projekt De-Mail verfolgt eigentlich dieselben Ziele wie der Hybrid-Brief.
Dokumente sollen rechtsverbindlich und vertraulich über das Internet versendet werden können. Der einzige Unterschied ist, dass die deutsche Post den Brief nur als Email empfängt, diesen aber als Brief verschickt. De-Mail jedoch ist eine komplette Email.
Am 9. Oktober ist in Friedrichshafen am Bodensee das Pilotprojekt gestartet und damit sind die Bürger aus Friedrichshafen deutschlandweit auch die ersten Anwender von De-Mail. Bis Ende März wird dieses Projekt getestet. An den Tests nehmen De-Mail Provider wie GMX, T-Home und Web.de teil die diesen Anwendern De-Mail Adressen anbieten um De-Mail zu nutzen. Zahlreiche Firmen nehmen als Pilotpartner bei diesem Projekt teil wie z.B. Citibank, Gothaer, CosmosDirekt, EADS, HUK24, Sparkasse Bodensee.
Bis jetzt ist die Resonanz außerordentlich positiv und es werden immer noch Pilotierungspartner aufgenommen.
Wenn dieses System aber so sicher ist wie ein normaler Brief und auch schon von so vielen Unternehmen in Friedrichshafen genutzt wird, was passiert dann mit der deutschen Post AG und den Postboten?
Die deutsche Post hat ihre Kooperationspartner für den Internet Brief gestern auf der Cebit bekannt gegeben: der ADAC, LOTTO Hessen, die BIG Direktkrankenversicherung, die DekaBank, die Zürich Versicherung und das Kommunale Rechenzentrum Minden- Ravensberg werden die deutsche Post AG unterstützen
Endlich gibt es auch eine ausführliche Beschreibung der deutschen Post zu dem Internet Brief:
Einordnung in den Kommunikations- Mix
Was ist der Kommunikations-Mix
Mit Kommunikations-Mix ist die spezifische Kombination bestimmter Kommunikationsinstrumente gemeint, die zu einem bestimmten Zeitpunkt einer Unternehmung zielgerichtet eingesetzt werden. Zu diesen Instrumenten zählen beispielsweise Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations, persönlicher Verkauf, Direktmarketing und Sponsoring.
Quelle: http://www.foerderland.de/Marketing-Lexikon/K/637/Kommunikations-Mix/
Welche Werbemedien wird die deutsche Post verwenden?
Zuerst einmal beginnt sie mit dem Internet.
Seit gestern ist dieser kleine Spot im Internet zu finden. Er ist sehr ausführlich und informiert den Kunden über den Internet Brief.
Das Internet hat den Vorteil, dass die Informationen die man sucht, relativ schnell zu erhalten sind. Die Kunden können ganz zielgerecht suchen und haben eine große Menge an Informationen zur Verfügung
Dieser kleine Film dient vor allem der Bekanntmachung des Internet Briefs, denn bis dato, gab es zwar verschiedene Informationen im Internet, aber kein aktuelles Statement der deutschen Post.
Weiter Kommunikationsziele sind natürlich die Kundenbindung, Imagegewinn oder sogar auch die Imageänderung. Da es, wie man an der De-Mail sieht, viele ernstzunehmende Konkurrenten gibt, muss die deutsche Post sehr viel in den Kommunikations-Mix investieren.
Weitere Werbemedien: Als weiteres, wird die deutsche Post auch im Fernsehen und in der Zeitung sowie in speziellen Fachzeitschriften für den Internet Brief werben
Wichtig bei diesen Werbemaßnahmen, ist die Verständlichkeit. Der Kunde muss das Gefühl haben, dass der Internet Brief sein Leben verbessern wird und er absolut einfach in der Anwendung ist. Dies würde sich auch gut in der Zeitung und in Fachzeitschriften zeigen lassen. Die deutsche Post könnte ganz einfach, anhand von Bildern, dem Kunden in kleinen Schritten die Handhabung erklären. So könnten sie auch Kunden gewinnen, die nicht so Internet- affin sind. Ein anderes Werbemedium sind auch die Messen, denn hier sind vor allem die großen Fern- und Radiosender präsent. So kann in kürzester Zeit eine große Masse erreicht werden.
Involvementsituation der Werbezielgruppe
Involvement ist das „Gedankliche Engagement , mit dem sich jemand einem Gegenstand oder einer Aktivität zuwendet“ ( Kroeber-Riel,2003)
Das Ziel ist es natürlich, eine High- Involvement Situation zu schaffen, damit sich die Kunden dem Internet-Brief zuwenden und diesen auch wiedergeben können. (Recall) Sie sollten spontan erklären können, was der Internet-Brief ist und was er Positives dem Kunden bieten kann.
Da aber Werbung in den meisten Fällen nur gering beachtet wird, müssen gute Marketingstrategien für den Internet Brief entwickelt werden. Das Involvement wird aber von verschiedensten Größen beeinflusst wie z.B Erfahrungen, Motive etc..
Eine High-Involvement Situation liegt also vor, wenn das Produkt für den Kunden eine Wichtigkeit hat. Unternehmen die mehrere tausend Briefe monatlich verschicken, haben ein höheres Involvement als jemand, der gelegentlich mal einen Brief verschickt.
Die deutsche Post will natürlich vor allem High Involvement Kunden haben. Diese Kunden zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie sich ausführlich mit dem Produkt befassen und sich mehrere Informationsquellen zuwenden. Vor allem das Internet wird dafür gerne genutzt. Low- Involvement Kunden ergreifen hingegen keine Initiative und entscheiden eher spontan, ob sie den Internet Brief nutzen werden oder nicht.
Vor allem Low- Involvement Kunden werden durch auffällige Werbungen und eine hohe Wiederholungsfrequenz der Werbung erreicht. Auch die Interaktion mit der Werbung am POS sind bei Low-Involvement Kunden sehr wichtig. Sie müssen also ständig im Alltag mit dem Produkt in Verbindung kommen.
Wie kann die deutsche Post also aus Low- Involvement Käufern High- Involvement Käufer machen?
Persönliche Erfahrungsberichte von Freunden und Bekannten schaffen das häufig ganz schnell. Es müssen aber nicht nur Bekannte sein, sondern können auch andere Nutzer sein. Bei Amazon.de z.B. können Käufer Erfahrungsberichte von anderen Käufern lesen und können sich dadurch ein besseres Bild über das Produkt machen. Solche Erfahrungsberichte könnte die deutsche Post auf ihrer Homepage auch anbieten. Besonders gut wäre es, wenn die Erfahrungsberichte von Privatpersonen und kleinen Unternehmen zu sehen wären, aber natürlich auch von ganz großen Unternehmen. Jeder Nutzer hätte somit einen Erfahrungsbericht mit dem er sich Identifizieren könnte.
Öffentliche Quellen wie z.B Testberichte werden häufig von Kunden herangezogen um die Entscheidung zur Verwendung des z.B. Internet- Briefs zu erleichtern.
Ich persönlich finde die Idee des Internet- Briefs eigentlich sehr gut. Sicher und vertraulich Dokumente im Internet verschicken, war bis heute nicht möglich und ich denke, dass sich viele Anwender für dieses neue Kommunikationsinstrument finden werden. Auch der Datensafe ist eine gute Idee, denn häufig gehen wichtige Dokumente verloren und so können sie gesichert werden. Was mir jedoch nicht ganz klar ist , was der Internet Brief für die Zukunft bedeutet. Wenn auch nur jeder dritte Kunde der deutschen Post einen Onlinebriefkasten hat, bedeutet das doch, dass es definitiv Einsparungen bei dem Personal der deutschen Post geben wird. Postboten und auch Personal in den Filialen werden weniger gebraucht und was soll dann aus ihnen werden? Natürlich wird auch der Internet Brief neue Arbeitsplätze schaffen doch werden es genug sein? Muss die deutsche Post nun ihr ganzes Unternehmen umstrukturieren?
Auch die Konkurrenz wird es der deutschen Post nicht leicht machen, denn wie man an der De Mail sehen kann, ist die Idee von einem Internet Brief nicht neu. Auch die Kooperationspartner von De Mail sind namhafte Unternehmen und wie man an dem Pilotprojekt in Friedrichshafen sehen kann, funktioniert die De Mail sehr gut ich kann mir gut vorstellen, dass die De Mail bald flächendeckend eingesetzt wird. Die Entwicklung des Internet Briefs, ob jetzt als Hybrid- Brief oder als De Mail, wird aber definitiv spannend werden und wird den gesamten Briefverkehr auf langfristige Sicht verändern
Hallo Carla,
ich finde Dein Thema spannend. Allerdings zweifle ich ein wenig daran, ob es sich wirklich durchsetzen wird. Bin auf Deine weiteren Berichte sehr gespannt.
Viele Grüße
Kai
Hallo Carla, ja der Hybride Brief ein extrem aktuelles und heisses THEMA.
Hier scheiden sich die Geister! Die Deutsche Post DHL bringt einen digitalen Brief. Auf den ersten Moment ist wohl nichts Neues? E-Mails schreibt doch heute jeder. Weit gefehlt, Post-Briefvorstand Jürgen Gerdes scheint hier eine guten Riecher zu haben. In der Zukunft können wir unsere Briefe am PC schreiben und dann entscheiden, ob dieser Brief digital und sicher verschlüsselt den Empfänger in dessen Account am PC erreicht, oder wenn wir wollen wird der Brief vor Ort beim Empfänger ausgedruckt, kuvertiert und wie gewohnt in den Briefkasten zugestellt. Auf den ersten Blick ein Anachronismus, ein Services den die Welt nicht braucht? Aber bei näherer Betrachtung scheint es in vielen Fällen Sinn zu machen, den “klassischen Brief” mit all seinen Vorteilen in die digitale Welt zu übertragen. Als Marketer und Werbepsychologe möchte ich nicht wie viele Besserwisser jetzt diese Idee schon wieder zerreden. Das ist unprofessionell.
Ich habe in meinem BLOG gerade eine Diskussion zu diesem Thema laufen, daran beteiligen sich Profis und Studenten der BAW, wer sich daran beteiligen will – herzlichst eingeladen.
http://www.4m-werbepsychologie.de
Werbe Emails lösche ich in der Regel ungelesen. Briefe an mich gebe ich normalerweise eine Chance bevor sie ins Altpapier wandern. Ist wohl so ansozialisiert. Von daher ist die Idee auch für Werbetreibende sinnvoll.
Auch vom wirtschaftlichen Aspekt her finde ich das ganze sinnvoll. Keine Briefmarken, kein Briefpapier, kaum Zeitaufwand und auch noch Rabatt beim Porto.
@Michael Bräuhauser (und natürlich auch alle anderen
)Ich halte den hybriden Brief für eine gute Idee.
Allerdings zweifle ich daran, ob er sich wirklich für massenweise verschickte Direct-Mailings eignet.
Denn auch wenn das Porto eventuell günstiger ist (müsste man jetzt wahrscheinlich gegenüber einem Porto-optimierten Versand durch einen Lettershop bzw. mit den gesparten Kosten für die White-Listing Agentur durchrechnen), glaube ich, dass man durch die Kombination der beiden Medien für Werbetreibende eher zwei Nachteile erzeugt:
Zum einen verliert man die Kontrolle über das Druckergebnis, da man die Druckdaten an den Lettershop der Post schickt und dann wahrscheinlich kaum noch die Kontrolle über die Papierqualität, Darstellung eines Extra-Response-Element usw. hat. Wie das Mailing daher kommt entscheidet jedoch über die Response-Rate.
Zum anderen verliert man die Response-Analyse-Funktion, die man beim E-Mail-Marketing hat (also: wie viele haben die E-Mail gelesen, worauf haben sie geklickt usw.).
Der hybride Brief könnte allerdings für Werbetreibende eine Möglichkeit sein, Newsletter an die Kunden zu versenden, die nicht explizit diesem Newsletter zugestimmt haben. Da man nach geltendem Recht, diese dann auch nicht per E-Mail anschreiben darf, um zu fragen, ob sie den Newsletter nicht doch wollen.
Ob man sie dann mit einem hybriden Brief anschreiben darf, müsste sich ein Rechtsanwalt anschauen.
Viele Grüße