iPad für Verlage, M. Zeigner

Autor

Melanie Zeigner

Studium

Hey, ich heiße Melanie und bin ein aus Überzeugung zu den Markt- und Werbepsychologen übergesiedelter BWler. Derzeit stecke ich im 6. Semester, also sozusagen im Endspurt meines Wirtschaftspsycholgiestudiums an der FHaM Erding.

Thema

Da bei “Werbung out of the box” sehr viele neuartige Marketingmaßnahmen analysiert werden, möchte ich diese Themen um einen völlig klassischen Bereich ergänzen – die Verlage.  Speziell betrachte ich die Einsatzmöglichkeiten des iPads im Verlagswesen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Eckdaten des iPad

Zunächst die wichtigsten Eckdaten des Touchpads von Apple in Kurzform:

Name iPad (von Pad = Block)
Gewicht 1,5 Pfund (680 Gramm)
Bildschirm Durchmesser 9,7 Inch (ca. 25 Zentimeter)
Dicke etwa 1,3 Zentimeter
Batterielaufzeit zehn Stunden
Standby-Zeit mehr als ein Monat
Akku nicht austauschbar
Prozessor Apple-Eigenentwicklung A4, 1 Gigahertz
Speicher 16, 32 oder 64 Gigabyte
Audio Lautsprecher, Mikrofon, Headset
Markteinführung am 3. April (nur W-Lan, nur in den USA), Ende April (W-Lan und 3G, auch in Europa)
Quelle: Apple

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So sieht’s aus:

Zu sehen ist Steve Jobs, der Apple-Chef,  im Januar 2010 bei der iPad-Präsentation. Er bestätige die allgemeinen Erwartungen: Das iPad wirkt wie ein überdimensioniertes iPhone, ist Lese-, Surf- und Multimedia-Gerät.

Im nächsten Abschnitt befasse ich mich noch mit den Pros und Cons des iPads allgemein, um damit dann den iPad-Produktteil erstmal abzuschließen.

iPad – Pros und Cons auf einen Blick

Was kann das iPad und was nicht? Eierlegende Wollmilchsau oder Möchtegern?

Display, Lese-Features und Multimedia-Fähigkeit

Pro: 9,7-Zoll LED mit Hintergrundbeleuchtung, 1024 zu 768 Pixel und 132 dpi – recht gut. Die Auflösung kann mit E-Book-Readern (Amazons Kindle: 150 dpi) konkurrieren, Videos anschauen mit HD-Auflösung 720p sind möglich , H.264- und Mpeg-4-Codecs werden unterstützt.

Contra: Kein HDMI-Ausgang. Die Bilder lassen sich per VGA-Buchse in 720p auf einen externen Bildschirm übertragen, Ton ist somit nicht übertragbar. Wer das iPad als Medienserver für den Fernseher einsetzen will, kann das per AV-Buchse tun – allerdings nur in 480p respektive 576p. Da ist fast jedes Netbook besser: 480p ist der Standard des alten Röhrenfernsehers.

Produktdesign und Handling

Pro: Chic. Elegant. Flach. Weitgehend intuitiv zu bedienen.

Contra: Kein Griff, kein Ständer, keine Auflage. Zum Gerät abstellen oder auch zum entspannt sitzend bzw. liegend mit den Händen hinter dem Kopf einfach nur ein Video anschauen wird schon Zubehör gebraucht.

Gewicht

Pro: 680 Gramm. Im Vergleich selbst zu Netbooks ist das wenig.

Contra: 680 Gramm. Im Vergleich zum iPhone, anderen Smartphones und auch Amazons Kindle (klein: 289 Gramm, groß: 560 Gramm) ist das viel.

Mobilität

Pro: Die teureren Varianten haben UMTS. Gut für die Web-Anbindung, zum Livesehen von HD-Videos aber etwas langsam. Medienkonsum wird in der Praxis eher vorgefüttert werden müssen, bevor man das Haus verlässt.

Contra: Der Aufpreis für UMTS-Varianten ist höher als z.B. bei Netbooks üblich. Der geringe Festspeicher bedeutet aber, dass man auch unterwegs auf die Online-Zufütterung von Inhalten angewiesen ist. Ist das iPad also in Wahrheit ein Sofa-Gerät?

Ausstattung

Pro: Funktionsvielfalt bei einfachstem Design. Mit Zubehör von Apple zur echten Schreibmaschine erweiterbar.

Contra: Es gibt keine Web-Cam für z.B. Videotelefonie.

Schnittstellen

Pro: Sehr übersichtlich (da kaum vorhanden).

Contra: Kein USB, kein HDMI, kein Slot für Speicherkarten. Wer mehr will, muss teures Zubehör kaufen, Adapter mit sich herumschleppen.

Speicherkapazität

Nur Contra: 16 GB in der günstigen Variante. Höchstkapazität liegt bei 64 GB gegen Aufpreis. Keine Card-Slots, keine USB-Schnittstelle. Ist somit in Sachen Speicherplatz zu vergleichen mit einfachen MP3-Playern.

Performance

Pro: Viele Anwendungen in hinreichender Geschwindigkeit.

Contra: Kein Multitasking. Kein Flash.

Versorgung mit Inhalten

Pro: Bücher, Magazine, Zeitungen, Musik, TV und Filme sind bequem über die Apple-übliche Shop-Anbindung zu bekommen.

Contra: Sie kommen bequem nur über Apple-übliche Anbindung per iTunes auf das iPad – also gegen Bezahlung. Kostenlose Streaming-Angebote sind oft nicht nutzbar, weil das iPad kein Flash versteht. Die attraktivsten legalen und kostenlosen Multimediaangebote sind zudem in Europa nicht nutzbar, da sie hier nicht angeboten werden.

Einsatzmöglichkeiten für den Buchverlag in der Zukunft?

Alles in allem wird das iPad in der Buchverlagsbranche heiß diskutiert: handelt es sich um einen schlechteren eBookReader oder die Revolution?

Penguin Books CEO John Makinson in London zeigte bereits im März 2010 die unglaublichen Möglichkeiten der iPad-Nutzung für die gesamte Branche in der Zukunft.

Und das geht deutlich über die Features eines einfachen eBook-Readers hinaus.

Viel Spaß beim Staunen!

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